28
dez
2025
heilig-grab-darstellung
Innerhalb der St.Remigius Kirche in Borken, befindet sich eine Darstellung des heiligen Grabes. Darauf sind mir die drei Wächter Figuren aufgefallen, welche deutlich aus der Zeit der Stiftsfehde stammen. Sie zeigen einen schönen Ausrüstungsquerschnitt, wie ein gut ausgerüsteter Soldat, oder sogar ein Ritter auf dem Schlachtfeld zur Zeit der Fehde gerüstet stand. Man sieht geschlossene Helme, Eisenhüte, geflutete volle Kastenbrustharnische, Beinzeug, Armzeug und Bewaffnung.
Eine sehr schöne Sache, und so sehr selten zu finden.
- Bilder von Andre Nürenberg -




03
okt
2025

Kleidung, Rüstung, Waffen
Heute gibt es Bilder nachgereicht, im Bereich "Kleidung" und "Rüstung/Waffen"
Passend fotografiert am Mühlenbach, direkt in Varlar.
Das Braune Kleidungsstück unter der Rüstung, ist eine Schecke. Ein Jackenartiger Überwurf aus dickem Wollstoff, welche bei mir einen vollwertigen Textilpanzer ersetzt.



07
SEP
2025

Kleinigkeiten aus der umgebung
(Alle Bilder: Andre Nürenberg)
Eher zufällig bin ich in der St. Viktor Kirche in Dülmen auf die Darstellung eines Mannes aus der Zeit um 1450 gestoßen. Wer genau die Figur darstellt, ist leider nicht ersichtlich. Dafür erkennt man aber ein seltenes Detail. Der Gürtel mitsamt zeitgenössischen Beschlägen ist wunderbar ausgearbeitet.
Ebenfalls habe ich im Stadtmuseum Steinfurt ein Rufhorn vorgefunden, welches wohl im direkten Bezug zur Stiftsfehde steht. Die "von Hoya" treue Stadt Rheine, wurde am 29.10.1457 durch die zur Seite "von Moers" gehörige Stadt Steinfurt erfolgreich angegriffen. Dabei wurde unter anderem dieses Rufhorn erbeutet . Das Horn zusammen mit Schriftstücken wurde schon um 1792 im Rathaus wiederentdeckt. Die gute Dokumentation des ganzen lässt daher keine Zweifel an der Datierung aufkommen, zumal das Horn durchaus zeitgenössisch erscheint.
Der Konflikt der beiden Städte ist sogar in die regionalen Plattdeutschen Mundart mit einer eigenen Redewendung aufgegangen. Und die Frage, welche Stadt das Horn offiziell verwahren darf, führt bis heute zu aufkeimenden Konflikten zwischen den Städten, welche heutzutage glücklicherweise mit einem Augenzwinkern zu sehen sind ;)
Zu Letzt ein weiteres sehr schönes Beispiel regionaler Buchmalerei. Das Stiftsmuseum im Dormitorium Asbeck, stellt eine um 1450 angefertigte, prächtige Buchmalerei aus. Das aufgeschlagene Missale Notatum zeigt eine Kreuzigungsdarstellung, und enthält Texte für die Messfeier.



Das Sakramentshaus im Chor der St. Viktor in Dülmen. In der Ansicht Links befindet sich die Figur.
Datiert ca. auf de Mitte des 15ten Jhd.
Man erkennt schön den prächtig Beschlagenen Gürtel der Figur aus Sandstein. Deutlich zu sehen ist der Beschläg der Gürtelzunge und die eingefassten Gürtellöcher, welche sich so auch in meiner Gürtelreplik wiederfinden.
Das erbeutete Wächterhon, mit samt einer kleinen Infotafel. Die Kostümrüstung welche sich im Ausstellungsglas spiegelt ist dabei zu ignorieren.

Die Handschrift findet man in Asbeck
21
Aug
2025

handschriften aus westfalen
Auf der Burg Bentheim sind sehr schöne Faksimile zu besichtigen. Passend für die Zeit um die Mitte des 15ten Jahrhunderts, sind dort gleich zwei Bücher ausgestellt. Einmal das "Speculum Virginium" eine Klosterhandschrift welche in dieser Art an vielen Orten repliziert wurde. In diesem Fall aus dem Kloster Frenswegen. Neben Buchmalereien aus dem westfälischen Spätmittelalters, sind einige Seiten sogar in Niederhochdeutsch geschrieben und nicht nur in Latein.
Daneben eine westfälische Liederhandschrift mit dem Titel " Missale Romanorum" für Kirchengesänge. Entstanden als Klosterhandschriift mit Bezug auf den St. Ludgerus und ist daher vielleicht sogar direkt in den Baumberge entstanden.

In der Handschrift geht es darum, dem Leser ein gottgefälliges Leben aufzuzeigen. Dafür wird eine Fiktive Geschichte zwischen zwei Charakteren, der Nonne Theodora und einem so genannten "Archipresbyter" erzählt. Die einzelnen Geschehnisse und Gleichnisse werden dann möglichst tugendhaft gelöst und enthalten eine gottgefällige Moral.
Bild: Andre Nürenberg
Gregorianische Gesänge für das gesamte Kirchenjahr
Bild: Andre Nürenberg
20
JUl
2025

Eine Kleinigkeit aus dem Statdmuseum Münster
Graf Johann von Hoya als Stiftsverweser ernannt wurde, fielen ihm auch gleichzeitig die Münzrechte der Stadt Münster zu. Diese nutzte er auch direkt um Münzen mit seinem Abbild prägen zu lassen.
(Bilder: Andre Nürenberg)
Unter "Bewirtschaftung" und "Dorf" konnte ich auch weitere Bilder zur Veranschaulichung vom Mühlenhof in Münster teilen, schaut gerne rein!

29
JUN
2025
Kastenbrust und Seitenwehr
Heute wird es Wehrhafter. Die Kastenbrust ist an der Art und Ausführung zeitgenössischer Brustplatten orientiert. Materialstärke pendelt zwischen 1,5 und 2mm Stahl und ist nicht gehärtet.
Die Seitenwehr oder auch langes/großes Messer. Neben dem Messer, beinhaltet die Scheide noch Platz für einen Stahldorn und ein kleines Messer. Da das Lange Messer selber eine Waffe und kein Arbeitsgerät ist, stellt der Dorn und das kleine Messer eine Art Multifunktionswerkzeug dar. Welche durch den Einschub in der Klingenscheide, immer praktisch am Mann sind.
Mehr unter Rüstungen/Waffen





05
JUN
2025
Gürtel und tasche
Die geschwärzte Tasche mit einem Messingverschluss, ist zweiteilig und hat einen Einsatz aus Leinen und hinter liegendem Verstaufach. Dazu sind im Gürtelriemen typischen Messinghülsen im Bereich der Gurtung eingesetzt



11
mai
2025
Das Schuhwerk
Gefertigt aus Rinderleder und mit einem Schnallenverschluss versehen, entspricht meine Schuhform der typischen Art von Schuh, welche hier bei uns zu der Zeit getragen wurde. Gefärbt wurde mit eine dem Schuh schützenden Lösung. Bestehend aus Eisenvitriol, Essig und Fett.
Wie man solch einen Schuh herstellt, wird hier sehr ausführlich behandelt und auch mit Bildern erklärt:
https://schlachtbeiampfing.de/wp-content/uploads/2020/11/Schuhe.pdf
Autor: Andre Henning
25
April
2025

Der Helm
Der Eisenhut besteht oben am Grat aus 2mm ungehärtetem Stahl und verdünnt sich Richtung Krempe auf ca. 1,5mm . Der Helm hat eine Helmspinne aus Leder, dazu eine schön polierte Oberfläche. Der Rand ist umbördelt.
Man kann den Helm für noch bessere Sicht nach hinten in den Nacken schieben. Will man das Gesicht weiter schützen, schiebt man den Helm nach vorne, wodurch die Augen mit den Sehschlitzen eine Linie bilden.



23
April 2025
Der Spieß
Die Esche wurde mit der Drehbank rund gedrechselt. Dann die Spitze in Form geraspelt, damit die Speerspitze sich gut drauftreiben lässt. Abschließend bereinigt, mit 2 Schmiedenägeln zusätzlich gesichert und abschließend geölt. Die Gesamtlänge beträgt gut 230cm.


19
April
2025
Der Dolch ist fertig
Den Griff habe ich aus Nussbaumholz geschnitzt und geraspelt, die Angel vom Dolch ist oben mit einer Metallscheibe vernietet. Das Holz hab ich mit Leinöl behandelt und die Klinge Stumpf gelassen. Die Lederscheide habe ich so einfach gehalten wie möglich.
Fertig ist der Nierendolch ;)




18
April
2025

Vorstellung vom projekt
Die Seite ist jetzt online!
Hier wird es alles geben, was mich Rund um das Spätmittelalter in unserer Region interessiert.
Als nächstes folgen Bilder zu meiner aktuellen Darstellung.
Oder was ich sonst noch so im Bezug auf da Spätmittelalter mache, sehe oder anfertige.
Also regelmäßig rein gucken lohnt sich.
Auf Facebook poste ich auch aktuelle Neuerungen:https://www.facebook.com/profile.php?id=61575534326219
Also viel Spaß auf der Seite und schöne Ostertage