rosendahl zur zeit der münsterischen stiftsfehde
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Schön dass Ihr den Weg zu meinem Projekt gefunden habt.
( Bild: Andre Nürenberg )
Wie haben die Menschen hier im ländlichen und dörflichen Umfeld rund um die Stadt Coesfeld gelebt?
Wie wurde gearbeitet? Was für Kleidung trug man? Und weitere spannende Fragen werden auf dieser Seite angegangen, alles mit Blick auf die Zeit um 1450. Ein Zeitraum, welcher für unsere Region von großer Bedeutung war. Denn hier fand die münsterische Stiftsfehde, mit der Schlacht um Varlar ihren Wendepunkt.
Denn um eins Vorweg klarzustellen: Das Leben zur Zeit der Stiftsfehde unterscheidet sich deutlich von dem, was in der heutigen Wahrnehmung bekannt ist. Durch Mittelaltermärkte, Spektakel, Spielfilme, Fernsehen, Dokumentationen oder leider auch durch Sachbücher wird die damalige Lebensweise der Menschen deutlich verklärt und ein falsches Bild wiedergegeben.
Ein Versuch der Aufarbeitung, durch mich als Einzelperson, ohne wissenschaftlichen Hintergrund
Die Bereiche "Kleidung und Rüstung/Waffen" werden durch meine persönliche Ausrüstung, regelmäßig aktualisiert.
-! Bei Urherberansprüchen gegenüber Bildern aus externen Seiten und Quellen, gilt das Bildrecht des originalen Urhebers. Bei Fragen dazu und Anmerkungen gerne melden, ich editiere dann entsprechend. Die Seite wird ohne monetäre Absicht betrieben !-
Willkommen
Auf den nachfolgenden Seiten möchte ich euch gerne die spannende Zeit des Spätmittelalters, hier bei uns in Westfalen näher bringen.
Genauer gesagt, meiner Heimat, das heutige Rosendahl zur Zeit der münsterischen Stiftsfehde.
Die Fehde erlebte in der heutigen Bauernschaft Varlar, am 18. Juni 1454 ihren Höhepunkt vor dem ehemaligen Kloster. Anstelle des Klosters steht nun das Schloss Varlar. Die Fehde gipfelte in einer der größten Schlachten auf dem Boden des Heiligen Römischen Reiches seiner Zeit.
In den einzelnen Themen, welche ihr oben in den Reitern auswählen könnt, werde ich des Öfteren auf Originale Bildquellen aus der Zeit um die Fehde verweisen. Diese könnten auf den ersten Blick vielleicht etwas verwirrend wirken, da die Quellen aus ihrem Kontext gerissen sind und hier lediglich zur Unterstützung und Untermalung des beschriebenen Themas genutzt werden.
Spätmittelalterliche Bildquellen können unter anderem prachtvolle Gemälde sein, wie unten an den Altarbildern zu sehen. Diese sind oft sehr detailliert und zeigen sehr anschaulich wie alltägliche Gegenstände, Kleidung und Rüstung ausgesehen haben könnten.
Selbst bei uns in der Region gibt es einige Bilder, welche die Zeit überstanden haben. Oftmals kann die dargestellte Situation allerdings äußerst unnatürlich erscheinen, da man es mit verzerrten/Grotesken Gesichtern, brutalen Darstellungen und übertriebenen und überzeichneten Gestiken zu tun hat.
Die Bilder, oftmals sakralen Zweck dienend, sollten beim ansehen genau solche Gefühle hervorrufen. Häufig werden biblische Szenen absichtlich so dargestellt, da dem Betrachter deutlich gemacht werden soll, wer böse und wer gut ist.
Zudem soll auch deutlich werden, welche Absichten die Figuren mit ihren Handlungen hatten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass diese opulenten Bilder oft in Kirchen als Flügelaltar, bis heute überlebt haben.
Ich werde daher nicht auf die dargestellten Situationen Bezug nehmen oder diese Auswerten, sondern nur auf die relevanten und aufgezeigten Gegenstände verweisen.
Eine andere von mir verwendete Bildquelle werden Buchmalereien sein. Diese Bilder wurden vom Verfasser des Buches, zur Veranschaulichung der geschriebenen Geschichte, oft neben dem Text in das Buch eingemalt.
Teilweise gibt es auch reine Bilderbücher, um wichtige Geschichten auch einem nicht des Lesens bemächtigten Betrachters, näher zu bringen.
Da die Malereien in den Büchern eher zweckdienlich sind, schwanken diese gerne mal in Ausführung und Qualität.
Daher versuche ich mich auf zeitgenössische Bilder aus Hausbüchern, Stundenbüchern oder Manuskripten zu beschränken.
Diese sollen in diesem Rahmen aussagekräftig genug für meine Arbeit sein.
Ein Beispiel dazu seht ihr ebenfalls hier rechts, samt Buch.
Ich werde so wenige Quellen, welche das Leben in der Stadt zeigen, nutzen, wie es möglich ist. Das ist nämlich ein Thema für sich.

Bote aus dem Hofämterspiel / Kartenspiel 1455, KHM Wien. Er reicht euch die folgenden Seiten ;)
Altar in Schöppingen, St. Brictius
Gemalt vom "Meister aus Schöppingen" (Notname) Zwischen 1450-1470.
(Bild: Andre Nürenberg)

Erhaltener Mittelflügel aus Darup, St. Fabian und Sebastian. Unbekanter Künstler, ca. 1430
(Bild: Andre Nürenberg)

"Codex Schürstab" bebilderte Handschrift aus Nürnberg, 1472 Eine ganze Buchseite, als Beispiel wie so eine Buchmalerei aussieht
